Ideelle Träger

http://www.weinbauverband.at
http://www.besseres-obst.at
https://bauernzeitung.at/http://www.besseres-obst.at/https://www.topagrar.at/http://www.hofundmarkt.at/http://www.landwirt.com/https://www.dwm-aktuell.de/
https://www.der-winzer.at/http://www.der-weinbau.at/https://blickinsland.at/https://www.bio-austria.at/https://www.winzer-service.de/https://noe.orf.at/
Referenten

Astrid Forneck

Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Wein- und Obstbau

 

Univ. Prof. Dr. Astrid Forneck ist Leiterin des Instituts für Wein- und Obstbau an der Universität für Bodenkultur Wien, wo sie mit ihrem Team an den Auswirkungen des Klimawandels auf die Rebe in Form abiotischer und biotischer Stressoren forscht. Hierfür werden Stressszenarien wie Dürre und Frost unter kontrollierten Bedingungen simuliert und mittels wissenschaftlicher Methoden und modernster Technologien analysiert. Im Vordergrund stehen dabei die Fragen, wie sich diese Bedingungen auf die Reben und die Traubenqualität auswirken. Die gewonnenen Erkenntnisse werden unter Feldbedingungen mit Kooperationspartnern überprüft und für den praktischen Einsatz im Weingarten mit Blick auf „SMART Viticulture“ und Nachhaltigkeit weiterentwickelt.

 

Mehr Info zum Universitätslehrgang Diplom-Önologie 

 

Klimawandel im Weinbau - wie wird sich die Weinbaulandschaft verändern?

Die Klimaerwärmung hat massive Auswirkungen auf alle Wachstumsphasen der Rebe, insbesondere auf deren Reifephase. Steigende Temperaturen im Jahresmittel führen dabei zu einer Veränderung wesentlicher Qualitätsparameter (z.B. niedrige Säuregehalte), Hitze- und UVB Stress tragen zu Fehlaromen bei. Zu den weiteren Auswirkungen gehören Trockenstress und zunehmende Extremwetterereignisse. Gegensteuernde Maßnahmen basieren u.a. auf Schattierung und gezielter Kühlung in den Weingärten. Der Vortrat skizziert solche Maßnahmen und wie sich die Weingärten und mit ihnen die Weinbaulandschaft(en) verändern.

Andreas Spornberger

Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Wein- und Obstbau

 

Ass. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Andreas Spornberger, Assistenzprofessor und Leitung der Arbeitsgruppe „Nachhaltiger Obst- und Weinbau“ am Institut für Wein- und Obstbau an der Universität für Bodenkultur; Schwerpunkte: Biologischer Obstbau und Erhaltung und Nutzung alter Obstsorten

 

Die Klimaerwärmung und ihre Auswirkungen auf den Obstbau

Wie verträgt der (Bio-)Obstbau die Klimaerwärmung? Und kann er in Zeiten der Klimaerwärmung ökonomisch und auch ökologisch bestehen?

Jose Carlos Herrera

Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Wein- und Obstbau

Dr. Jose Carlos Herrera, seit 2016 Ass. Pofessor am Institut für Wein- und Obstbau der Universität für Bodenkultur Wien. In Peru geboren, hat er in Peru Agrarwissenschaften studiert, Italien promoviert und an der Universität Udine im Bereich des Weinbaus geforscht.  Forschungsinteressen: Stressphysiologie (Trockenstress) im Weinbau, Precision Viticulture.

Präzisionsweinbau - Herausforderungen und Möglichkeiten für und mit digitalem Weingartenmanagement

Precision-Farming-Technologien nehmen ständig zu. Bei den meisten Kulturen (z. B. Weizen, Mais) steht jedoch der Ertrag im Vordergrund. Bei der Umsetzung von Precision-Farming-Technologien in den Weinbau besteht die größte Herausforderung darin, das Konzept an die Qualität anzupassen. In dem Vortrag werden die wichtigsten für den Präzisionsweinbau verfügbaren Fernerkundungs- und proximalen Sensortechnologien zusammengefasst und die Herausforderungen für ihre Anwendung in Weinbergen erörtert. Darüber hinaus stellen wir vor, was die BOKU-Weinbauforschergruppe derzeit unternimmt, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Michaela Griesser

Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Wein- und Obstbau

Dr. Michaela Griesser, Assistenz Professorin, seit 2008 Pflanzenphysiologin am Institut für Wein- und Obstbau. Forschungsinteressen: Themen der Fruchtphysiologie (Reiferegulierung, Traubenwelke), sowie der Stressanpassung von Rebenunterlagen und Fragen der Interaktion von Managementmaßnahmen in Weingärten und dem Ökosystem inklusive der Biodiversität.

Ökosystem Weingarten - Zusammenspiel von Management und Bodenfunktionen

Bodenqualität ist ein entscheidender Produktionsfaktor auch um die nachhaltige Bewirtschaftung langfristig zu gewährleisten. Weingärten sind intensiv genutzte agrarische Nutzflächen, bieten aber aufgrund der mehrjährigen Kultivierung ein hohes Potential Ökosystemfunktionen zu stärken. Begrünungen in der Fahrgasse und im Unterstockbereich spielen dabei eine entscheidende Rolle. Das aktuelle Projekt untersucht die Effekte unterschiedlicher Methoden der Unterstockbearbeitung auf bodenphysikalische Parameter und die mikrobielle Aktivität.


Direktor HR Dr. Reinhard Eder
HBLA und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

Dr. Reinhard Eder, geboren am 14.4.1963 in Klosterneuburg. Direktor der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau, Klosterneuburg (seit 2012), Leiter des Instituts für Chemie und Mikrobiologie an der HBLAuBA (2002-2013). Professor an der HBLA u. BA im Bereich Weinchemie, Mikrobiologie und Hygiene, Lehrbeauftragter an der Universität für Bodenkultur Wien und der Fachhochschule imc-Krems. Delegierter und Experte in verschiedenen Kommissionen und Expertengruppen der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV, Paris), der Analysenkommission der Internationalen Fruchtsaftunion (IFU) und des Bundesamts für Risikoforschung (BfR, Berlin). Präsident der Vereinigung Österreichischer Önologen und Weinforscher sowie Vizepräsident des Verbandes Klosterneuburger Önologen und Pomologen. Umfangreiche Publikationsleistung (mehr als 150 peer reviewte Artikel), und Präsentationstätigkeit (mehr als 200 Vorträge im In- und Ausland), Autor und Co-Autor von 7 teilweise englisch sprachigen Büchern. Für seine Leistungen wurde er national (z.B. Schwackhöferpreis der Universität für Bodenkultur, Nö Wissenschaftspreis) und international (OIV merité für Verdienste um die Weinwirtschaft) mehrfach ausgezeichnet.

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die österreichischen Weine

Durch die kontinuierlich voranschreitenden klimatischen Veränderungen, wie beispielsweise höhere Tages- und Nachttemperaturen sowie Trockenheit und verstärkte Sonneneinstrahlung sind sowohl die Typizität wie auch die Reintönigkeit (=Fehlerfreiheit) der österreichischen Weine gefährdet. Die Konsequenzen der Klimaerwärmung sind für österreichische Weißweine eine stärkere Bedrohung, da diese durch Frische, Fruchtaromatik und fein in den Extrakt eingewobene Säure weltberühmt sind. Im Gegensatz dazu dürfte sich bei den Rotweinen die bisher zu beobachtende Klimaerwärmung eher qualitätssteigernd auswirken, sofern Mangelerscheinungen durch Trockenheit und Sonnenbrand nicht überhandnehmen.

Die Auswirkungen des Klimawandels könnten dazu führen, dass die Weine (zu) hohe natürliche Alkoholgehalte (infolge hoher Zuckergehalte), untypisch niedrige Säuregehalte und eine ungünstige Veränderung der Säurezusammensetzung, problematisch hohe pH-Werte, eine Verschlechterung der Versorgung mit Aminosäuren und eine Zunahme phenolischer Verbindungen aufweisen. Es besteht auch die Gefahr, dass die Neigung für das Auftreten gewisser Weinfehler zunimmt. z.B. Petrolnote, Phenolfehler, untypische Alterungsnote, Böckser, Essigstich, Säuresturz.

Dipl.-Ing. Martin Mehofer
HBLA und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

Nach Absolvierung des Bundesrealgymnasiums Tulln erfolgte das Studium der Landwirtschaft mit Schwerpunkt Weinbau an der Universität für Bodenkultur Wien. Praxiserfahrungen wurden durch die Mitarbeit am elterlichen Weinbaubetrieb und durch Praktika bei verschiedenen Firmen im In- und Ausland und bei Behörden gesammelt. Die Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Weinbau der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg wird seit September 2004 und die Funktion des Abteilungsleiters seit August 2006 ausgeübt. Die im Rahmen dieser Arbeit erzielten Forschungsergebnisse wurden und werden in Form von zahlreichen Publikationen und Vorträgen sowohl in Österreich als auch im Ausland präsentiert und weitergegeben.

Bodenfruchtbarkeit und organische Düngung als Basis für den nachhaltigen Weinbau

Ein fruchtbarer, gesunder und ausreichend mit Nährstoffen versorgter Boden ist die Basis für ein gutes Wachstum der im Boden befindlichen Rebwurzeln und der Rebstöcke. Ein wichtiger Faktor dabei ist die organische Düngung, die mittels Begrünungspflanzen, der Einbringung von Kompost, organischem Handelsdünger, Stallmist oder Stroh und dem Belassen der Ernterückstände in den Weingärten beziehungsweise deren Rückführung dorthin erfolgt. Wichtige Eigenschaften der organischen Dünger werden dargestellt und aktuelle Versuchsergebnisse zur Veranschaulichung der Effekte und des Nutzens der organischen Düngung präsentiert.

DI Michael Krutzler
HBLA und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

DI Michael Krutzler studierte an der Universität für Bodenkultur Biotechnologie. Seit Herbst 2018 führt an der höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein-und Obstbau sowie am Austrian Institute of Technology in Tulln seine Doktorarbeit durch. Er forscht an der Entwicklung nachhaltiger Strategien zur Bekämpfung der Kirschessigfliege (Drosophila suzukii).

Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii): 
Lebensweise, Bekämpfung und Forschungsarbeiten zu neuen Kontrollstrategien

Der Vortrag beschreibt Aussehen, Herkunft und Lebensweise der Kirschessigfliege. Schadbilder an verschiedenen Kulturen werden vorgestellt. Zudem beschäftigt sich der Vortrag mit aktuellen Bekämpfungsmöglichkeiten und mit unseren Forschungsarbeiten zu zukünftigen, möglichst nachhaltigen Bekämpfungsstrategien.

Prof. HR Dipl.Ing. Dr. Manfred Gössinger
Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

Ausbildung: Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien, Land- und forstwirtschaftliche berufspädagogische Akademie in Wien

Berufliche Aktivitäten: Leiter der Abteilung Obstverarbeitung und Direktor Stellvertreter an der HBLA und BA für Wein- und Obstbau Klosterneuburg, Lehrtätigkeit: HBLA und BA Klbg: Technologie der Obst- und Gemüseverarbeitung, Forschung und Innovation, Lektor an der BOKU und FH Wels: Technologie der Obst- und Gemüseverarbeitung

Sonst. Aktivitäten: Präsident des VÖLB (Verein Österreichischer Lebensmittel- und Biotechnologen) (BOKU)

Mitarbeit in nationalen und internationalen Arbeitsgruppen:
Mitglied der Kommission zur Herausgabe des Österreichischen Lebensmittelbuches – Codexkommission
Leiter der Codex-Unterkommission Gemüse und Obst (Codex Alimentarius Austriacus)
Delegierter Österreichs bei der CCPFV (Codex Committee on Processed Fruit and Vegetables) FHO/WHO Codex Alimentarius
Mitglied der Science and Technology Commission der IFU (International Fruit and Vegetable Juice Association)
Bundesobstbauverband – Arbeitskreis: Bäuerliche Obstverarbeitung, Mitglied der Oberjury Destillata

 

Neue Chancen in der Obstverarbeitung durch neuen rechtlichen Rahmen

Die Novelle der Obstweinverordnung sowie die neue EU-Spirituosen-Verordnung bieten interessante Möglichkeiten für Verarbeitungsbetriebe. Was hat sich geändert? Welche Chancen ergeben sich? Welche Produkte sind für Verarbeiter interessant?

Prof. Dipl. Ing. Dr. Lothar Wurm
HBLA und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

Dr. Lothar Wurm leitet das Institut für Obstbau der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg und unterrichtet dort das Fach Obstbau. Schwerpunkte seiner Forschungstätigkeit sind Fragestellungen zum Biologischen Obstbau, Intensiven Steinobstanbau, speziell Marillenanbau, oder zum Anbau seltener Obstarten.

Obstbau unter sich ändernden Rahmenbedingungen: Risiken und Chancen

Überproduktion, Klimawandel, Forderungen nach rückstandsfreiem Obst und bienenförderndem, umweltschonendem Anbau oder neue Schaderreger stellen die Produzenten vor große Herausforderungen. Technische Weiterentwicklungen und die zunehmende Bedeutung regionaler Produkte eröffnen neue Perspektiven. Das Spannungsfeld zwischen diesen Herausforderungen und neuen Perspektiven wird im Rahmen des Vortrages aufgezeigt.

HR DI Dr. Ferdinand Regner
HBLA und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

Ferdinand Regner wuchs auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Weinbau auf. Er studierte Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien und arbeitete dort bis zu seiner Dissertation „Resistenz-Züchtung mit gentechnischen Methoden“. Er habilitierte sich an der Karl-Franzens-Universität Graz mit der Arbeit: "Moderne Entwicklungen in der Rebsortenkunde und in der Rebenzüchtung". Seit dieser Zeit hält er eine Lehrveranstaltung zur Biologie der Weinrebe ab. Seit 1993 ist er an der HBLA und BA Klosterneuburg im Bereich Rebzüchtung beschäftigt. Seit 2003 unterrichtet er das Fach Weinbau an dieser Schule. Fachliche Höhepunkte waren die Veröffentlichungen betreffend Abstammung bzw. Elternschaften zahlreicher Rebsorten, das Verzeichnis der österreichischen Rebsorten und deren Klone, die Freigabe der Sorten Donauriesling, Donauveltliner, Blütenmuskateller und Pinot nova.

Aktuelle Piwi Sorten für den österr. Weinbau

Die Herausforderungen im Weinbau werden durch Klimawandel und neue Schädlinge heftiger. Ein Lösungsansatz unter Einbeziehung einer biologischen Wirtschaftsweise erfolgt über einen Wechsel zu Pilzwiderstandsfähigen Rebsorten. Einerseits gibt es am Markt heimische Neuzüchtungen, aber auch widerstandsfähige Sorten aus Deutschland und der Schweiz. Um die richtige Auswahl treffen zu können, bedarf es auch ausreichender Informationen über die Anforderungen und Vorlieben der neuen Sorten.

 

DI Michael Winkler BSc
HBLA und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

Michael Winkler trat zur Lese 2014 das erste Mal in das Team der Kellerwirtschaft als Verwaltungspraktikant ein. Anschließend übernahm er in Karenzvertretung die Betriebsleitung der Kellerwirtschaft bis August 2015. Bevor er Anfang Jänner 2019 in der Kellerwirtschaft wieder als Betriebsleiter begann, schloss er sein Studium an der Universität der Bodenkultur ab (Bachelorstudium Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft und Masterstudium Agrar- und Ernährungswirtschaft) war als Önologe und Exportmanager für das Weingut Aumann in der Thermenregion tätig. Seit August 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kellerwirtschaft.

Neue Technologien in der Kellerwirtschaft

 

DI Martin Muschlin
Wein- und Obstbauschule Krems, VinoHAK, Weinmanagement

Martin Muschlin wurde in Klagenfurt geboren. Absolvierte Schulen: Volkschule, Gymnasium, Weinmanagement Krems, Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie an der BOKU Wien, diverse nationale und internationale Weinernten (SA, USA, NZ) Assistant Winemaker bei Palliser Estate Wines in Neuseeland und Kellermeister beim Weingut Stift Klosterneuburg, seit 2014 Lehrer an der Wein- & Obstbauschule Krems

Önologische Aspekte zur Aromaintensivierung bei der Sorte Grünen Veltliner,
Vorstellung der Kellerwirtschaftsversuche der Wein- & Obstbauschule Krems

 

Ing. Christoph Gabler
Wein & Obstbauschule Krems

Seine schulische Ausbildung erfolgte am Francisco Josephinum im Bereich Allgemeine Landwirtschaft. Nach erfolgreich abgelegter Matura durfte Christoph Gabler 10 Jahre an der Universität für Bodenkultur im Bereich Ökologischer Landbau als Versuchstechniker in den diversen Forschungsbereichen tätig sein. Die Hauptthemenbereiche in denen er mitwirken durfte waren: Begrünungsmanagement, Mischkulturen, Nährstoffversorgung des Bodens, Vorfruchtwirkung von Leguminosen und vieles mehr. Im Jahr 2010 wechselte Christoph Gabler als Versuchstechniker an die Wein & Obstbauschule Krems, wo er in den Themen Trockenstress, Begrünungen, Pflanzenschutz und Rebschnitt im Forschungsbereich tätig ist. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Erwachsenenbildung und die Unterstützung der Winzer im Rahmen des Rebschutzdienstes. Seit 2018 leitet Christoph Gabler zusätzlich zu den Forschungsaufgaben auch den Weinbaubetrieb der Wein & Obstbauschule Krems.

Vitalitätsförderung und ESCA Prävention mit Hilfe des Wundarmen „Sanften“ Rebschnitts

Der Rebschnitt hat größte Bedeutung für die Gesundheit der Rebe und die Weinqualität.
Die wichtigsten Punkte sind: Herstellung eines Gleichgewichts zwischen vegetativem Wachstum und Ertrag, Erhalt des Erziehungssystems, Anpassung der Trieblängen auf die Standraumverhältnisse, optimale Ausnützung des verfügbaren Platzes und die Erhaltung funktionierender Leitungsbahnen zum Wasser- & Nährstofftransport. Eine Möglichkeit um eine Stressreduktion und dadurch Aufrechterhaltung der Vitalität, eine Reduktion von Krankheiten (wie z.B. Esca) zu erzielen ist der Wundarme „Sanfte“ Rebschnitt. Im Vortrag werden die Grundlagen des Wundarmen Rebschnittsystems vorgestellt.

 

Ing. Erhard Kührer
Land NÖ, Wein- & Obstbauschule Krems

Ing. Kührer ist stellvertretender Direktor an der Wein- Obstbauschule Krems. Er leitet das Versuchswesen im Weinbau sowie den Rebschutzdienst Krems-Langenlois. In der seit 2015 nationalen tätigen Warndienstplattform „Warndienst Österreich“ ist er Fachkoordinator für den Bereich Weinbau. Neben der Lehrtätigkeit an der Wein- & Obstbauschule Krems ist er auch Lektor an der Universität für Bodenkultur und an der Fachhochschule IMC Krems.

Bedeutung und Möglichkeiten der Ohrwurmbekämpfung im Weinbau

Der Ohrwurm gilt eigentlich als Nützling im Wein- und Obstbau. In den letzten Jahren hat sich durch die klimatischen Veränderungen, in vielen Weingärten eine enorme Population aufgebaut. Eine übermäßige Ohrwurmpopulation kann sowohl erhebliche Mengen- als auch Qualitätsverluste verursachen.  Kompakte Trauben werden von den Ohrwürmern besonders gern besiedelt. Gleichzeitig neigen diese Trauben durch das Abquetschen von Beeren auch sehr häufig zu Fäulnis durch Botrytis. Die Botrytissporen sind eine Nahrungsquelle für die Ohrwürmer. Durch das Krabbeln der Ohrwürmer in und an den Trauben werden einerseits die Botrytissporen direkt verbreitet, anderseits passieren die von den Ohrwürmern aufgenommen Fäulniserreger den Verdauungstrakt unbeschadet und werden mit den Exkrementen in den Trauben ausgeschieden. Der Ohrwurm ist nicht in der Lage eine intakte Beerenhaut mit seinen Mundwerkzeugen aufzubeißen. Sobald die Beerenhaut verletzt ist z.B. durch Botrytis ist es den Ohrwürmern jedoch möglich am Fruchtfleisch zu fressen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die teilweise sehr hohe Anzahl an Individuen im Lesegut bei der Verarbeitung nicht unbedingt zu Fehltönen im Wein führen muss. Anders verhält es sich hingegen mit dem Ohrenwurmkot. Ist das Traubengut verunreinigt, führt dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Bitternoten und Fehltönen im Wein. Im Vortrag werden erste Ergebnisse der Fallenfänge von verschiedenen Verfahren zur Befallsreduktion am Standort Krems aus der Saison 2019 vorgestellt.


Ing. Wolfgang Renner
Amt der Steiermärkischen Landesregierung

Referent für Weinbau in der Versuchsstation für Obst- und Weinbau Haidegg, Steiermark. Arbeitsschwerpunkte: Klonzüchtung, Unterlagenprüfung, Pilzwiderstandsfähige Rebsorten, Obmann des Vereines PIWI ÖSTERREICH (Verein zur Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten)

Rote PIWIS?

Welche roten PIWI-Rebsorten stehen derzeit in Österreich offiziell zur Verfügung und welche Eigenschaften haben diese? Wohin geht die Entwicklung und wo besteht Nachholbedarf?


Dipl. Ing. Dr. nat. tech. Gottfried Lafer
Bildungszentrum für Obst- und Weinbau Silberberg

Geburtsdatum: 01.05. 1962
Ausbildung: HBLVA für Wein- und Obstbau Klosterneuburg
Universität für Bodenkultur Wien (Landwirtschaft)
Berufliche Tätigkeit: Bildungszentrum für Obst- und Weinbau Silberberg -
Fachvorstand für Obstbau und Dir. Stellvertreter
Versuchsstation für Obst- und Weinbau Haidegg,
Versuchstätigkeit in den Fachbereichen Ertrags- und
Nacherntephysiologie und Beerenobst
Universitätslektor Boku Wien

Aktuelles zu den Beerenobstversuchen in Silberberg

Während der Konsum von Kernobst weiter rückläufig ist, erleben viele Beerenobstarten einen regelrechten Boom im Absatz. Um diesem Trend zum verstärkten Konsum von Strauchbeeren gerecht zu werden, hat sich Silberberg entschieden, in der Ausbildungs- und Versuchstätigkeit Akzente vor allem beim Beerenobst zu setzen. Versuchsschwerpunkte sind die Sortenprüfungen bei Erd- und Strauchbeeren (Heidelbeeren, Himbeeren, Haskap etc.) im Substrat und geschützten Produktionsbedingungen in Folientunnels oder unter Folienabdeckungen. Im Rahmen des Vortrages werden aktuelle Ergebnisse zu den Beerenobstversuchen vorgestellt.

Karin Mally und Mag. Karl Schleiffer
Bildungszentrum für Obst- und Weinbau Silberberg

Muscaris, eine besondere Rebsorte

Die noch junge Qualitätsrebsorte Muscaris wird zunehmend in das Sortiment der Winzer in der Steiermark aufgenommen. Praxiserfahrungen der Winzer zum An- und Ausbau sowie die sensorische Gegenüberstellung stehen im Mittelpunkt der Fachbereichsarbeit am Bildungszentrum für Obst- und Weinbau Silberberg, der im Praktischen Versuch der Ausbau eines Weines im Betonei angehängt war.

Bildungszentrum für Obst- und Weinbau Silberberg
Lena Skringer

Abschluss der Fachschule Silberberg am 5. Juli 2019
Arbeitet am elterlichen Betrieb in Eichberg-Traubenburg im Weingarten, Keller und Weinverkauf.

Tobias Jauk

Abschluss der Fachschule Silberberg am 5. Juli 2019
Arbeitet am elterlichen Betrieb in Pölfing-Brunn und macht 2020 ein Praktikum in Südafrika.

Josef Pöltl

Abschluss der Fachschule Silberberg am 5. Juli 2019
Macht gerade die Matura und arbeitet am elterlichen Betrieb in Löffelbach bei Hartberg mit.

Untersuchung verschiedener Möglichkeiten zur Austriebsverzögerung bei wichtigen steirischen Rebsorten

Im Vortrag geht es um Möglichkeiten der Austriebsverzögerung bei den wichtigen steirischen Rebsorten Muskateller (Versuch in der Südsteiermark), Morillon (Versuch im Vulkanland Steiermark) und Blauer Wildbacher (Versuch in der Weststeiermark). 2018 wurden dabei die 3 Varianten „Double pruning“, „Frostrute“ und „Applikation von Rapsöl“ in Bezug auf Austriebszeitpunkt, Arbeitszeitaufwand, Ertrag und Reifeverlauf inkl. einer Mostanalyse mit einer Nullvariante verglichen.


Mag. Regina Lind, Fachgruppe Technik Steiermark

Regina Lind ist geschäftsführende Gesellschafterin der Firma OWT GmbH & Co KG und ist verantwortlich für das Projektmanagement im Rahmen dieses EU-Projektes. Zudem ist sie Mitglied der Fachgruppe Technik Fachgruppe Technik des Verbandes Steirischer Erwerbsobstbauern und Weinbauverband Steiermark und hat gemeinsam mit ihrem Vater Karl Lind den „Rebenschirm“ – einen  Abdrift- & Recyclingschirm in Leichtbauweise entwickelt.

Umweltfreundlicher Pflanzenschutz mit dem „Rebenschirm“ – ein Abdrift- & Recyclingschirm für Steil- und Hanglagen im Weinbau

Die steirischen Winzer*innen sind schon lange auf der Suche nach einer kostengünstigen umweltfreundlichen Ausbringtechnik für Hanglagen. Sie sind mit diesem Anliegen an die Fachgruppe Technik herangetreten, ob es möglich wäre, ein Abdrift- und Recyclinggerät für Steillagen zu entwickeln. Nach reiflicher Überlegung kam die zündende Idee, einen aufblasbaren Leichtbau-Schirm zu entwickeln. In der zweieinhalb jährigen Entwicklungszeit wurden mehrere Prototypen gebaut, die in verschiedenen Weingärten getestet wurden. Der nun patentierte Rebenschirm hat folgende Merkmale:

• Zusatzausstattung für neue und gebrauchte Weinbausprüher
• Leichtbauweise (geeignet für alle Weingärten – von der Ebene bis zum Steilhang)
• Zweireihenbehandlung (spart Zeit, Kraftstoff, CO2 und schont den Boden)
• Sehr gute Belagsbildung durch Zusatzdüsen und
   Luftumlenkung (Nachweis über Belagsfotografie)
• maximale Abdriftminderung
• hohe Recyclingrate
• kein zusätzliches Vorgewende notwendig
• hydraulische Breitenverstellung für unterschiedliche Reihenweiten

Wolfgang Matzer, MSc., Fachgruppe Technik Steiermark 

Wolfgang Matzer ist Wissenschaftler, Unternehmer, Landwirt und Leiter der Fachgruppe Technik des Verbandes Steirischer Erwerbsobstbauern und Weinbauverband Steiermark.

XComply – das online Betriebsheft für alle Raumkulturen

Ein Programm zur Planung, Berechnung & Dokumentation von Pflanzenschutzmaßnahmen im Obst- und Weinbau. Unterstützung und Fehlerminimierung in der Einhaltung der komplexen Pflanzenschutzmittelzulassungen.

Verlustarm Sprühen

Verlustarme Sprühtechnik ist mehr als abdriftmindernde Sprühtechnik. Es wird nicht nur die Düsenbestückung verändert, sondern das Sprühgerät als Ganzes auf die zu behandelnde Kultur optimiert. Stand in der Vergangenheit fast ausschließlich die biologische Wirkung von Pflanzenschutzmitteln im Vordergrund, so sind es gegenwärtig und in Zukunft weitere Aspekte. Die Reduktion von Abdrift, Lärm, Wirkstoffverluste, Zeitaufwand für die Behandlung, Boden- und CO2 Belastung und des Wasseraufwandes sind die Herausforderungen moderner Applikationstechnik geworden. 

Hannes Horvath
one’s own gmbh

Hannes Horvath ist geschäftsführender Gesellschafter der one’s own gmbh und im Speziellen Produktverantwortlicher für mobilescan.

Mobilescan – Tätigkeits- und Erntemengenerfassung

Strategische Entscheidungen sollten nur auf Basis lückenloser Aufzeichnungen (Mitarbeiter, Zeiten, Tätigkeiten, Mengen, Qualität etc. nach Anlage, Quartier, Reihe) getätigt werden. Mobilescan verschafft Ihnen einen ganzheitlichen, betriebswirtschaftlichen Überblick über Ihr Unternehmen bzw. Ihre Landwirtschaft und dient somit als Basis für ihre strategischen Entscheidungen.

Mag. Robert Matzer
Fachgruppe Technik Steiermark

Robert Matzer ist Projektleiter im Teilbereich „Bodenmanagement“ der Fachgruppe Technik Fachgruppe Technik des Verbandes Steirischer Erwerbsobstbauern und Weinbauverband Steiermark. Er absolvierte das Studium der Umweltsystemwissenschaften mit Scherpunkt Chemie an der Uni Graz, studierte Bodenkunde an der BOKU Wien und ist selbst im Obst- und Weinbau tätig.

Bodenmanagement mit mikrobieller Analytik

Eine moderne Bewirtschaftung von Obst- und Weingärten erfordert ein tiefgreifendes Verständnis von Bodenprozessen und eine richtige Anwendung technischer Geräte und moderner Meliorationsmaßnahmen. Die Zusammenführung dieser Faktoren wird innerhalb der Fachgruppe Technik als „Bodenmanagement“ bezeichnet. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das Bodenmikrobiom gelegt. In einem 3-jährigen EU-Projekt konnten in der Steiermark erstmals DNA-Sequenzierungen von 116 Obst- und Weingartenböden vorgenommen und mit chemischen und betrieblichen Daten verknüpft werden.

Info & Facts

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A-3430 Tulln, Messegelände
Tel: +43/(0)2272/62403-0
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