AGES bei der Gartenbaumesse Tulln 2026: Gesunder Garten im Fokus
Neben widerstandsfähigen Pflanzen spielen auch die Bodenqualität und ein bienenfreundlicher Lebensraum eine entscheidende Rolle für einen gesunden Garten. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) widmet sich auf der Gartenbaumesse Tulln genau diesem Zusammenspiel von Boden-, Pflanzen- und Bienengesundheit.
Dabei stehen aktuelle Herausforderungen ebenso im Mittelpunkt wie konkrete Lösungsansätze für Hobbygärtner:innen. Neben natürlichen Einflussfaktoren stellen Pflanzenkrankheiten sowie eingeschleppte invasive Schädlinge eine zunehmende Belastung für Gärten, Landwirtschaft und Umwelt dar und können die Stabilität natürlicher Ökosysteme beeinträchtigen. Die AGES informiert darüber, wie diese Risiken frühzeitig erkannt werden können und welche Maßnahmen dazu beitragen, Boden, Pflanzen und Bienen nachhaltig zu schützen. Im Rahmen der europaweiten Kampagne #PlantHealth4Life wird zudem die Bedeutung der Pflanzengesundheit für Biodiversität, Umwelt und Ernährungssicherheit in den Mittelpunkt gerückt.
Unter dem Motto „Gesunder Garten: Alles zu Boden, Pflanzen & Bienen“ geben die Expert:innen der AGES praxisnahe Einblicke. Welche Pflanzen darf ich aus dem Urlaub mitbringen? Wie lassen sich invasive Schädlinge und Krankheiten frühzeitig erkennen und was kann jede:r Einzelne zum Schutz von Pflanzen beitragen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Besucher:innen direkt am Messestand der AGES.
Die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und der Umwelt ist untereinander eng verbunden und voneinander abhängig. Diesen One-Health-Ansatz verfolgt die AGES mittlerweile seit über 20 Jahren: Expert:innen aus den unterschiedlichen Fachrichtungen arbeiten fächerübergreifend zusammen, um Veränderungen in der Umwelt sowie der Pflanzen- und Tiergesundheit und deren Einfluss auf die menschliche Gesundheit zu erheben, zu analysieren, zu interpretieren und zu überwachen.
Feigen statt Fichten: Zukunftsfitte Pflanzen für ein neues Klima
Österreichische Gartenbau-Gesellschaft zeigt auf der Internationalen Gartenbaumesse Tulln klimafitte Stauden und Sträucher sowie deren Überlebensstrategien.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst auch in unseren Gärten angekommen: Längere Trockenperioden, häufigere Hitzewellen und steigende Temperaturen stellen Pflanzen und GärtnerInnen vor neue Herausforderungen. Unter dem Motto „Feigen statt Fichten“ präsentiert die Österreichische Gartenbau-Gesellschaft auf ihrem Stand bei der Internationalen Gartenbaumesse Tulln eine Auswahl an Stauden und Sträuchern, die mit diesen veränderten Bedingungen besonders gut zurechtkommen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Pflanzenarten, die aus Regionen stammen, in denen Trockenheit und Hitze bereits seit jeher zum Alltag gehören. Viele dieser Pflanzen verfügen über bemerkenswerte Anpassungsstrategien, die ihnen das Überleben unter schwierigen Bedingungen ermöglichen. BesucherInnen erfahren, wie silbrige oder behaarte Blätter die Sonneneinstrahlung reflektieren, wie tiefreichende Wurzelsysteme Wasserreserven erschließen oder wie kleine, ledrige Blätter den Wasserverlust minimieren.
Mit der Präsentation möchte die Österreichische Gartenbau-Gesellschaft aufzeigen, wie sich unsere Gartenkultur an die Herausforderungen der Zukunft anpassen kann. „Feigen statt Fichten“ steht dabei symbolisch für einen bewussten Wandel in der Pflanzenauswahl – hin zu Arten, die auch unter trockeneren und heißeren Bedingungen gedeihen und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zu lebenswerten, grünen Lebensräumen leisten.
Ing. Herbert Eipeldauer, Präsident der ÖGG